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Verkehrskonzept: Ausschuss für Änderungen in den Nebenstraßen

Published: 4. November 2021

Die Freiräume, die sich in der Ortsdurchfahrt und den Nebenstraßen von Velmede und Bestwig nach der Eröffnung des A46-Weiterbaus bieten, bestmöglich nutzen - das ist das Ziel des Verkehrskonzeptes, das in der Gemeinde Bestwig aktuell erarbeitet wird. Ein erster Baustein - die Verkehrsführung in den Neben- und Seitenstraßen des Doppelortes - war jetzt Thema im Gemeindeentwicklungsausschuss. Voraussichtlich an zwei Stellen soll es Änderungen geben.

Konkret sollen die Durchfahrt-Sperrungen oberhalb des Velmeder Friedhofes zwischen Baumhof- und Abt-Anno-Straße sowie zur Schlesier Straße ab dem westlichen Straßenbeginn (Zum Ostenberg / Lindenweg) beseitigt werden. Einstimmig beauftragten die Ausschussmitglieder die Gemeindeverwaltung, bei der Straßenverkehrsbehörde entsprechende Anträge zu stellen.

Hintergrund: Die bisherigen Regelungen basieren auf einem Verkehrskonzept aus dem Jahr 1991. Das Ziel damals: Angesichts immer weiter steigender Verkehrszahlen auf der damaligen B7 sollten „Schleichwege“ durch die Nebenstraßen - mit einer entsprechenden Belastung der Anwohner - vermieden werden. Nun sei die Situation eine andere, so Ausschussvorsitzender Markus Sommer (CDU). Seit der Eröffnung der Autobahn habe sich die Lage deutlich entspannt: „Die früheren ,Schleichwege‘ können geöffnet werden, sofern es keine Gründe für eine Beibehaltung der Regelungen gibt.“

Eine Kommission aus Gemeindeverwaltung und Ratsfraktionen hatte deshalb die Örtlichkeiten „unter die Lupe“ genommen. Allerdings: Allen recht machen könne man es nicht, so SPD-Fraktionschef Paul Theo Sommer. Das Beispiel der Poller zwischen Baumhof- und Abt-Anno-Straße zeige, dass hier unter den Anliegern die Auffassungen auseinandergehen. Bei Befragungen und Bürgeranregungen in der Vergangenheit hatte sich ein Teil der Anwohner stets für eine Öffnung ausgesprochen, der andere Teil für einen Beibehalt der Schließung. Konkret haben die Ausschussmitglieder folgende Beschlüsse gefasst:

  • Elisabethstraße: Die Blumenkübel zur Sperrung der Durchfahrt zwischen L743 (früher B7) und Halbeswiger Straße sollen beibehalten werden, um hier keine Abkürzung zu schaffen.
  • Baumhofstraße/Abt-Anno-Straße: Die Poller oberhalb des Friedhofs sollen dauerhaft entfernt werden. Die Bodenhülsen allerdings bleiben erhalten, um die Durchfahrt notfalls zeitweise stoppen zu können - etwa bei einer Sperrung der A46. Auf der Fahrbahn sollen Tempo30-Markierungen aufgebracht werden. Entscheidungsgrundlage war auch eine Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessung im August.
  • Südabschnitt der Straße Zum Ostenberg sowie Nordostabschnitt des Lindenwegs: Geringe Straßenquerschnitte machen hier einen Begegnungsverkehr unmöglich. Daher sollen die Verkehrsregelungen in diesen Bereichen erhalten bleiben.
  • Schlesier Straße: Die Durchfahrt-Sperrung ab dem westlichen Straßenbeginn soll entfernt werden.
  • Kapellenstraße: Das Verbot der Einfahrt ab Abzweig Andreasstraße in Richtung Gartenstraße soll erhalten bleiben, um einen Abkürzungs-Verkehr an der Grundschule vorbei zur Heringhauser Straße und zur Firma Tital zu vermeiden. Grünen-Fraktionschef Matthias Scheidt schlug vor, bei der Kreispolizeibehörde anzuregen, die Einhaltung dieser Regelung verstärkt zu kontrollieren.
  • Nordabschnitt der Antoniusstraße: Das Verbot der Einfahrt von der L743 aus sowie in umgekehrter Richtung das Verbot für Krafträder sollen aufgrund des Straßenquerschnitts und -verlaufs beibehalten werden.

Für die CDU würdigte Martin Bracht es als „gutes Zeichen“, dass die Ausschussmitglieder fraktionsübergreifend hinter den Beschlüssen stehen. SPD-Fraktionschef Paul Theo Sommer nannte die Regelungen „schlüssig und nachvollziehbar“; für die Grünen hoffte Matthias Scheidt, dass die Beschlüsse - nach einer Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde - nun zügig umgesetzt werden können.

 

 

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