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Verkehrsentlastung für Nuttlar: Neuer Vorstoß im Schulterschluss

Published: 17. September 2021

Der Bestwiger Gemeinderat macht Druck für eine zügige Verkehrsentlastung in Nuttlar: Mit einer eigenen Trassenvariante für die L776 wollen die Bürgervertreterinnen und -vertreter wieder Bewegung in die festgefahrene Situation rund um die hochbelastete Rüthener Straße machen. Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat jetzt einen entsprechenden Vorschlag an den Landesbetrieb Straßen.NRW, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und die heimischen Landtagsabgeordneten.

Die CDU-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Danach soll die dringend erwartete Baumaßnahme für die L776 nicht bereits - von Rüthen kommend - am Evenkopf, sondern erst auf der Geraden hinter der „Forsthauskurve“ beginnen und zum Zubringer der A46 führen. Diese Trassenvariante, argumentierte der Nuttlarer Ortsvorsteher Markus Sommer (CDU) ermögliche deutliche Kosteneinsparungen und zudem den Erhalt des - denkmalgeschützten - ehemaligen Forsthauses. Man spare nicht nur rund 800 Meter Ausbaustrecke, sondern verzichte ebenso auf die Brücke über das Eidmecketal und die Umlegung eines Wirtschaftsweges.

Markus Sommer erinnerte daran, dass es bereits seit den 1980-er Jahren Überlegungen für eine Entlastung Nuttlars gebe und man eine zeitgleiche Eröffnung mit der Autobahn angestrebt habe - eigentlich. „Mit der L 776 sind wir noch keinen Schritt weitergekommen“, stellte er fest. Bei den bisherigen Planungen des Landesbetriebs habe sich der Abriss des Forsthauses als „Knackpunkt“ erwiesen; mit der Konzentration von Straßen.NRW auf Brückensanierungen fehlten zudem seit dem Jahr 2016 die personellen Kapazitäten für neue Planungen.

Nun habe sich der Landesbetrieb organisatorisch neu aufgestellt - „es wird Zeit, dass es endlich weitergeht“, meinte Markus Sommer. Mit dem neuen Vorschlag könne man die Entlastung für die Rüthener Straße „mit einem deutlich verkürzten Verfahren umsetzen.“ Für die SPD beklagte Fraktionsgeschäftsführer Michael Menke „massive Lärmbelästigung und enormes Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer“ in der Rüthener Straße. Mit der nun vorgeschlagenen Trassenführung könne sich seine Fraktion anfreunden - bereits früher sei eine solche Trasse in den Planungen als „wirtschaftlichste Variante“ bezeichnet worden. Michael Menke regte an, parteiübergreifend vorzugehen und auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst zum Adressaten des Vorschlages zu machen. Auch Grünen-Fraktionschef Matthias Scheidt bedauerte, dass nicht von Anfang an alle Ratsmitglieder aus Nuttlar in den Antrag eingebunden seien - denn in der Sache sei man sich einig: „Die Rüthener Straße braucht dringend die Entlastung.“

Diese Zielsetzung sieht Markus Sommer mit dem neuen Vorstoß erreicht. Mit den Planungen werde eine Entlastung des Ortes Nuttlar ebenso erreicht wie die Optimierung der Nord-Süd-Achse im Straßennetz für den regionalen wie den überregionalen Verkehr. Einstimmig richtet der Bestwiger Gemeinderat daher die dringende Bitte an den Landesbetrieb, den NRW-Verkehrsminister und die Landtagsabgeordneten, schnellstmöglich eine Umplanung vorzunehmen, „um damit den Planfeststellungsbeschluss zu erreichen und somit letztendlich die Baumaßnahme L 776n durchzuführen.“ Bürgermeister Ralf Péus begrüßte den einhelligen Beschluss der Ratsmitglieder - ein überparteiliches Vorgehen in der Sache sei „in der Tat ein gutes Zeichen.“

 

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