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Obstbaumallee am Westfeld „schmeckt“ Anliegern und Insekten

Published: 14. August 2021

Noch reifen die Äpfel, Birnen und Kirschen an den Bäume. Schon in wenigen Wochen aber kann geerntet werden: Vor zehn Jahren hat die Gemeinde Bestwig am Wohngebiet „Im Westfeld“ 46 junge Obstbäume als Beitrag zur ökologischen Vielfalt gepflanzt - „und nicht nur die Bäume haben sich prächtig entwickelt“, freut sich Friedhelm Koch, Umwelt-Ingenieur der Gemeinde Bestwig.

Hintergrund: Das Team des Bestwiger Bauhofs hatte die rund 350 Meter lange Obstbaum-Allee im Jahr 2011 am östlichen Rand des Wohngebietes gepflanzt - auf einem Streifen zwischen Waldrand und dem Fußweg, der das Westfeld mit Ostwig verbindet. Äpfel, Birnen, Pflaumen, Süß- und Sauerkirschen sind eine so genannte „Ausgleichsmaßnahme“ für die Nutzung von Flächen, die beim Bau des Wohngebietes in Anspruch genommen worden sind. Kommunen sind gesetzlich verpflichtet, solche Ausgleichsflächen anzulegen - Friedhelm Koch: „Und hier haben wir es so eingerichtet, dass auch die Anlieger etwas davon haben.“

Die Bezeichnung „Anlieger“ kann dabei durchaus sehr weit verstanden werden: Auch für verschiedenste Insektenarten bietet sich so ein ebenso reich gedeckter wie naturnaher „Tisch“. “Es handelt sich um alte, bewährte Obstbaumsorten, die für diesen Standort und seine Bedingungen bestens geeignet sind“, erläutert Umwelt-Ingenieur Koch. Ausdrücklich hatte die Gemeinde Bestwig das Projekt mit der Einladung an der Anwohner verbunden, zur Erntezeit das frische und naturbelassene Obst zu pflücken. Nicht nur geschmacklich lohnt sich das: „In manchen Jahren haben die Bäume bereits so reichlich Frucht getragen, dass sogar mancher Ast unter der Last abgebrochen ist.“ Von den Anliegern gebe es immer wieder positive Rückmeldungen - Friedhelm Koch: „Wir freuen uns, dass die Obstbaumallee so gut ankommt.“

Entlang der Bäume verbindet ein naturbelassener Fußweg den oberen Abschnitt des Westfelds mit den weiter unten liegenden Bereichen. „Das hat sich zu einer beliebten Abkürzung entwickelt“, weiß Friedhelm Koch - von der aus sich besonders im oberen Bereich fantastische Fernsichten über Ruhr- und Elpetal bieten. Seit einiger Zeit befindet sich am Fußweg auch eine Station des neuen Ostwiger Schaukelweges: „So wird die Strecke noch einmal aufgewertet

So lecker und gesund das Obst „vor der Haustür“ im Westfeld auch ist - nicht nur zur Erntezeit lohnt sich ein Besuch an der Obstbaumallee. Friedhelm Koch: „Am schönsten ist es im Frühjahr, wenn alles in unterschiedlichen Farben blüht.“

 

 

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