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Neuer Träger: Jugendtreff „Mittendrin“ in Bestwig bereit für den Neustart

Published: 7. April 2021

Wann es losgeht, hängt allerdings nicht allein von den neuen Beteiligten ab: „Wir werden starten, sobald die Pandemie-Lage mit ihren Rahmenbedingungen dies zulässt“, unterstreicht Erik Weise.

Er ist Geschäftsführer der ambulanten Erziehungshilfe „Kompass e.V.“. Der Verein ist künftig Träger des Bestwiger Treffs. Hintergrund: Mit der Schließung der „OT“ in der Mescheder Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt Ende 2020 musste auch der - organisatorisch angebundene - Jugendtreff „Mittendrin“ in Bestwig vorerst dicht machen. Christian Schulte-Backhaus vom Jugendamt des Hochsauerlandkreises: „Mit ,Kompass‘ haben wir einen professionellen Träger gefunden, der eine gute Arbeit leistet.“ Im Umfang von 19,25 Stunden pro Woche soll der Treff im früheren Jugendheim der evangelischen Kirchengemeinde an der Bundesstraße in Bestwig nun bald wieder eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche werden - betreut von Steffen Sölch und Alyssa Hofstaedt, die beide viel Erfahrung in der Treff-Arbeit mitbringen.

Und mehr noch: Das neue „Mittendrin“-Team will Netzwerke aufbauen und auf die jungen Menschen zugehen, kündigt Erik Weise an: „Einen Kicker hinzustellen reicht heute nicht mehr.“ „Aufsuchende Jugendarbeit“ ist das Stichwort: „Unsere Mitarbeiter wissen um die Problemlagen von Kindern und Jugendlichen.“ Deshalb werde man nicht nur „sitzen und warten“, sondern dahin gehen, wo auch die jungen Menschen sind. Dafür möchte das Team auch mit anderen Akteuren zusammenarbeiten: Schulen, Vereinen, Familien und natürlich mit dem Jugendamt des HSK. Dies sei der richtige Ansatz, betont Christian Schulte-Backhaus: „Es ist gut, wenn alle Akteure ein- bis zweimal pro Jahr gemeinsam am Tisch sitzen.“

Bürgermeister Ralf Péus, der gemeinsam mit Üwen Ergün, Vorsitzender des Bürgerausschusses, am Ortstermin teilnahm, sieht den Jugendtreff „Mittendrin“ als wichtige Einrichtung für junge Menschen in der Gemeinde Bestwig: „Ich bin froh, dass es nun weitergeht.“ Der Trägerwechsel sei schnell vollzogen worden - dem „Kompass“-Team sagte Bürgermeister Péus zu, stets „auf dem kurzen Dienstweg“ ansprechbar zu sein: „Wo wir Hilfestellungen leisten können, werden wir das tun.“

Erik Weise nannte es als Ziel, sobald die „Corona-Rahmenbedingungen“ dies zulassen, an zwei Tagen pro Woche zu öffnen - voraussichtlich dienstags und freitags von 14 bis 20 Uhr. Das konkrete Programm befindet sich aktuell in Arbeit - Angebote für Jungen und Mädchen sind ebenso angedacht wie Kreativ- und Bewegungsangebote. Bei einer so genannten „Kleinen offenen Tür“ ist Erik Weise das „offen“ besonders wichtig: „Gerade für Jugendliche, die vielleicht nicht so integriert sind, wollen wir Ansprechpartner sein.“ Willkommen sind natürlich aber auch Kinder und Jugendliche, die keine Probleme haben: „Einfach spielen und eine gute Zeit haben geht selbstverständlich auch - dafür sind wir da.“

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