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Lob aus den Grundschulen: „Was die Gemeinde geleistet hat, ist klasse“

Published: 10. Februar 2021

Digitalisierung, Distanzunterricht – in den Schulen ist derzeit alles anders. Die Gemeinde Bestwig hat schon frühzeitig die Weichen dafür gestellt. „Uns ist es wichtig, den Kindern optimale Lernbedingungen zu bieten. Damit haben wir einen großen Schritt in Richtung Zukunft gemacht“, betont Bürgermeister Ralf Peus.

 

„Wir sind eine der wenigen Kommunen, die alle Fördermittel schon abgerufen haben“, erklärt Friedhelm Beste, IT-Spezialist bei der Gemeinde Bestwig. „Mit diesen Ausstattungen sind wir sehr weit“, ergänzt Roland Burmann, im Hauptamt zuständig für die Schulen, „wir haben alles, was möglich war, getan, um unsere Schulen auf den Weg in die digitale Zukunft zu bringen.“ Jede Schule erstellte zunächst ein Medienkonzept, gemeinsam wurde dann ein Medienplan entwickelt. In allen drei gemeindlichen Grundschulen wird dasselbe Konzept umgesetzt. Vorrang hatte der pädagogische Ansatz, danach wurde die Technik ausgerichtet.

 

Matthias Risse, Leiter der Andreasschule in Velmede, ist voll des Lobes: „Wir haben hier superschnelles Internet und ein sinnvolles technisches Gesamtkonzept.“ Der Gemeinde Bestwig gelte „ein dickes Dankeschön“. Auch den Schülerinnen und Schüler, die die neue Art des Arbeitens mit Videokonferenz und Co sehr schnell akzeptiert und erlernt haben, gebührt seine Anerkennung: „Ich bin stolz auf unsere Kinder. Das muss man auch mal sagen.“

 

2020 hat die Gemeinde Bestwig insgesamt 504.300 Euro in die Digitalisierung der Grundschulen in Velmede, Ramsbeck und Nuttlar investiert. 243.700 Euro davon musste die Gemeinde selbst bezahlen, der Rest stammte aus verschiedenen Fördertöpfen. Finanziert wurden so elektronische Tafeln/Touchscreens für alle Klassenräume, die Erstellung der Glasfaseranschlüsse, die Erneuerung der IT-Infrastruktur und des WLANs. Das Land Nordrhein-Westfalen stellte Geld für 78 Geräte zur Verfügung, die von der Gemeinde Bestwig zeitnah beschafft werden konnten: 50 Tablets wurden angeschafft, die an Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bedarf verliehen werden. 28 Dienst-Laptops wurden für Lehrerinnen und Lehrer gekauft.

 

Im Haushaltsplanentwurf 2021 sind weitere Investitionen vorgesehen: Insgesamt 222.000 Euro sind für die Server mit der Firewall, das Lern-Management-System und PC-Medienecken eingeplant. Gekauft werden sollen außerdem für jede Grundschule zwei Tabletwagen mit jeweils 15 Tablets, die in den Schulen zum digitalen Unterricht genutzt werden. Auf 62.300 Euro werden sich 2021 die laufenden Kosten für die Einrichtung des Mobile Device Managements (MDM), den Virenschutz und IT-Support summieren.

 

Auch die Sekundarschule Olsberg-Bestwig am Standort Bestwig wird fit fürs digitale Lernen gemacht: Nach Erstellung des Glasfaseranschlusses mit Bundes- und Landesmitteln unter Federführung des Hochsauerlandkreises werden nunmehr rund 930.000 Euro dort für Elektro- und Kommunikationstechnische Anlagen inklusive WLAN ausgegeben. In 2021 ist ebenfalls die Anschaffung eines Tabletwagens für den digitalen Unterricht vorgesehen.

 

Bürgermeister Ralf Peus betont: „Die Technik würde nicht funktionieren, wenn nicht alle Beteiligten so hervorragend mitspielen würden.“ Das ist auch die Erfahrung von Roland Burmann: „Das Engagement der Schulleitungen ist sehr groß.“ In allen drei Grundschulen sei „großartig gearbeitet worden, damit das funktioniert“. Auch die Lehrerinnen und Lehrer sind besonders kreativ: „Manche stellen sogar kleine Videos für die Kinder ein, die sie selbst aufgenommen haben.“ Und: „Es ist unheimlich viel möglich.“

 

Das genutzte Lern-Management-System (LMS) bietet den Vorteil, dass es nicht nur eine Lernplattform beinhaltet. Man kann auch per Messenger Kontakt mit Eltern und Schülerinnen und Schülern aufnehmen. Friedhelm Beste lobt die Grundschulen: „Frühzeitig wurden dort schon alle Kinder im Umgang mit dem System geschult.“ Die Resonanz sei überaus positiv, erklärt Roland Burmann.

 

„Wir sind sehr gut ausgestattet“, bestätigt Matthias Risse, Leiter der Andreasschule in Velmede, vor allem sei dies „in einer vergleichsweise kurzen Zeit“ erfolgt. Anne Rath, Leiterin der Wilhelmine-Lübke-Schule in Ramsbeck, unterstreicht: „Was die Gemeinde geleistet hat, ist klasse. Es funktioniert. Wir erreichen alle Kinder.“ Vor allem die Videokonferenzen kommen gut an bei den Erst- bis Viertklässlern ihrer Schule: „Die Kinder freuen sich, wenn sie uns sehen.“ Negatives habe sie bisher nicht von Eltern gehört. Anne Rath: „Ich hatte nicht erwartet, dass es so gut läuft. Aber wir haben IServ frühzeitig installiert und schon vor den Herbstferien alles geplant. Wir waren bestens vorbereitet.“

 

Das sieht auch Eva-Maria Schlotmann-Griffin von der Grundschule am Sengenberg in Nuttlar so: „Wir sind gut aufgestellt.“ Das gilt nicht nur für die Technik: „Die Bereitstellung der Aufgaben, die Kommunikation, das Einsenden von Arbeitsergebnissen und die Rückmeldungen der Lehrkräfte“ über das Lern-Management-System laufen „sehr gut“. Allerdings seien Videokonferenzen mit Kindern im Grundschulalter „noch nicht ganz einfach“. Die meisten Kinder seien auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen. Zudem seien die Verbindungen nicht immer stabil. Daher nutze man Videokonferenzen eher „als Möglichkeit des Kontakthaltens“.

 

Bei Problemen aufgrund der technischen Möglichkeiten oder Ausstattung in einzelnen Familien finde man stets individuelle Lösungen. Auch für ihre Schule gilt: „Der ganz überwiegende Teil der Eltern, die Rückmeldungen gegeben haben, ist zufrieden mit der Art des Distanzunterrichts. Aber es ist für viele Eltern sehr anstrengend, Beruf, Familie und Distanzunterricht zu managen“, betont die Nuttlarer Schulleiterin. Und: „Respekt vor der Leistung der Eltern in dieser Zeit und ein großes Dankeschön für die großartige Unterstützung.“ Auch für die Lehrerinnen und Lehrer sei der Distanzunterricht, die Kontakte zu Eltern sowie die Vor- und Nachbereitung „sehr zeitintensiv“, sind sich alle drei Schulleitungen einig.

 

Matthias Risse erläutert: „Unser Distanz-System funktioniert vor allem, weil es für alle Beteiligten leistbar ist, gemeinschaftlich und dennoch lernorientiert.“  Die Kinder hätten sich „schnell auf alle Situationen und wechselnden Unterrichtsformen eingestellt“. Seine Erfahrung: „Sie werden im medialen Bereich schnell selbstständig und handlungsfähig.“ Auch er lobt das Engagement der Eltern: „Sie definieren sich mehr und mehr auch als Lernbegleiter der Kinder.“ Dennoch sei die Belastung in vielen Familien hoch.

 

Der Velmeder Grundschulleiter erklärt: „Die Schulen in Bestwig haben sich schon vor Corona auf den digitalen Weg gemacht.“ Sein Wunsch: „Ich hoffe, dass auch nach Corona der Umgang mit der Technik, das Kommunizieren über Medien, das selbstbestimmte, technikgestützte Lernen weiter geht – als Bestandteil des Präsenzunterrichts.“ Auch Eva-Maria Schlotmann-Griffin sieht das so: „Die Arbeit mit digitalen Medien ist eine Bereicherung und Ergänzung des Unterrichts.“ Die neue Ausstattung ermögliche auch in Zukunft im Präsenzunterricht die Nutzung digitaler Medien.

 

Weitere Informationen:

  • 161 Jungen und Mädchen werden in der Andreas-Schule in Velmede unterrichtet. Im Durchschnitt sind 15 Kinder in der Betreuung angemeldet. In der Schule wurde zusätzlich im Musikraum eine Study Hall eingerichtet – dort können Kinder coronakonform am Distanzunterricht teilnehmen, wenn zum Beispiel zu Hause kein stabiles WLAN vorhanden ist. Ferner gibt es eine 24-Stunden-Abholstation für gegebenenfalls notwendigen Materialaustausch.

 

  • Die Wilhelmine-Lübke-Schule in Ramsbeck besuchen 91 Kinder, 16 davon gehen in die Betreuung.

 

  • Die Schule am Sengenberg in Nuttlar hat derzeit 104 Schülerinnen und Schüler, zehn davon sind in der Betreuung, allerdings nicht alle an jedem Tag. Zwei Kinder nutzen dort die Möglichkeit, am Distanzunterricht im Schulgebäude teilzunehmen.

 

  • Die Sekundarschule Olsberg-Bestwig am Standort Bestwig besuchen aktuell 213 Schülerinnen und Schüler.

 

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