Die Aufgaben und Dienstleistungen des Hochsauerlandkreises rund um den Bereich Arbeit haben sich seit dem 1. Januar 2005 durch die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe erheblich erweitert. Seit diesem Tag fĂŒhrt der Hochsauerlandkreis als so genannte „Optionskommune" die Grundsicherung fĂŒr Arbeitsuchende nach dem SGB II in eigener Verantwortung und „aus einer Hand" durch. Der Hochsauerlandkreis erbringt sowohl Förderleistungen, Geldleistungen und Serviceleistungen fĂŒr anspruchsberechtigte Personen nach dem SGB II; dabei sollen die Hilfesuchenden aktiv in einen zielgerichteten und effektiven Prozess der Arbeitsmarktintegration eingebunden werden. Um Hilfen aus einer Hand und kurze Wege anbieten zu können, hat der Hochsauerlandkreis die personenbezogene Leistungserbringung dezentralisiert und weitestgehend auf seine 12 kreisangehörigen StĂ€dte und Gemeinden delegiert.

GrundsĂ€tzlich sind die SachbearbeiterInnen in den örtlichen RathĂ€usern Ihre direkten Ansprechpartner fĂŒr die Erbringung der Leistungen und alle Fragen, die sich um das Leistungsrecht ergeben.Das Fallmanagement der Gemeinde Bestwig kĂŒmmert sich um Ihre individuellen Probleme und Ihre Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Dabei sollen die Hilfesuchenden aktiv in einen zielgerichteten und effektiven Prozess der Arbeitsmarktintegration eingebunden werden.

Der Hochsauerlandkreis koordiniert die Arbeit der einzelnen Ortsbehörden und ist damit auch fĂŒr die grundsĂ€tzliche Entscheidung zu rechtlichen Fragen zustĂ€ndig. Als Widerspruchsbehörde entscheidet er ĂŒber Ihre WidersprĂŒche gegen Leistungsbescheide.

  • Sie sind erwerbsfĂ€hig. Das heißt, dass Sie mindestens 3 Stunden tĂ€glich arbeiten können und mindestens 15 Jahre alt sind und die Altersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung noch nicht erreicht haben. Wenn Sie nach 1963 geboren sind, liegt diese bei 67 Jahren. Sind Sie vor 1964 geboren, können Sie die fĂŒr Sie geltende Altersgrenze in der Tabelle in § 7a SGB II nachschauen.
  • Sie sind hilfebedĂŒrftig. Das heißt, dass Sie Ihren Lebensunterhalt und den Unterhalt Ihrer Bedarfsgemeinschaft nicht aus eigenen Mitteln und KrĂ€ften der Bedarfsgemeinschaft vollstĂ€ndig alleine decken können.
  • Sie haben keine vorrangigen AnsprĂŒche gegenĂŒber anderen LeistungstrĂ€gern oder anderen Personen, wie beispielsweise gegen geschiedene Ehepartner oder den Vater oder die Mutter Ihres Kindes. Sie leben in der Bundesrepublik Deutschland.

Um Arbeitslosengeld II zu bekommen, mĂŒssen Sie einen Antrag stellen. Dazu melden Sie sich bei Ihrem Jobcenter.

Arbeitslosengeld II schriftlich beantragen: Suchen Sie Ihr zustÀndiges Jobcenter auf. Es befindet sich im Landkreis oder der Stadt, in dem/der Sie sich gewöhnlich aufhalten oder gemeldet sind.

Im Jobcenter wird Ihre persönliche Lage besprochen und Sie bekommen alle Antragsvordrucke und Unterlagen, die Sie ausfĂŒllen mĂŒssen. Die Antragsvordrucke finden Sie auch im Internet.

FĂŒllen Sie die Antragsunterlagen auf Arbeitslosengeld II aus. Hierbei können Sie Hilfe im Jobcenter bekommen oder die AusfĂŒllhinweise benutzen in Deutsch oder in anderen Sprachen.

Geben Sie Ihre vollstÀndigen Antragsunterlagen in Ihrem Jobcenter ab. Dazu gehören auch: Mietvertrag, Heiz- und Nebenkostennachweis und Einkommens- und Vermögensnachweis.

Das Jobcenter entscheidet ĂŒber Ihren Antrag. Die Entscheidung ĂŒber Ihren Antrag wird Ihnen schriftlich per Post mitgeteilt.

Die Leistungen werden jedoch erst ab dem Monat gewĂ€hrt, in dem Sie den Antrag gestellt haben. Erhalten Sie derzeit noch Arbeitslosengeld, empfiehlt es sich, den Antrag frĂŒhzeitig vor Ablauf dieser Leistungen zu stellen, damit Sie nicht in finanzielle Not geraten.