„Mittendrin“ – das soll nicht nur ein Name sein, sondern bald auch wieder Programm: Mit neuem TrĂ€ger wird der Bestwiger Kinder- und Jugendtreff „Mittendrin“ durchstarten. Wann es losgeht, hĂ€ngt allerdings nicht allein von den neuen Beteiligten ab: „Wir werden starten, sobald die Pandemie-Lage mit ihren Rahmenbedingungen dies zulĂ€sst“, unterstreicht Erik Weise.

Er ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer der ambulanten Erziehungshilfe „Kompass e.V.“. Der Verein ist kĂŒnftig TrĂ€ger des Bestwiger Treffs. Hintergrund: Mit der Schließung der „OT“ in der Mescheder Kirchengemeinde MariĂ€ Himmelfahrt Ende 2020 musste auch der – organisatorisch angebundene – Jugendtreff „Mittendrin“ in Bestwig vorerst dicht machen. Christian Schulte-Backhaus vom Jugendamt des Hochsauerlandkreises: „Mit ,Kompass‘ haben wir einen professionellen TrĂ€ger gefunden, der eine gute Arbeit leistet.“ Im Umfang von 19,25 Stunden pro Woche soll der Treff im frĂŒheren Jugendheim der evangelischen Kirchengemeinde an der Bundesstraße in Bestwig nun bald wieder eine Anlaufstelle fĂŒr Kinder und Jugendliche werden – betreut von Steffen Sölch und Alyssa Hofstaedt, die beide viel Erfahrung in der Treff-Arbeit mitbringen.

Und mehr noch: Das neue „Mittendrin“-Team will Netzwerke aufbauen und auf die jungen Menschen zugehen, kĂŒndigt Erik Weise an: „Einen Kicker hinzustellen reicht heute nicht mehr.“ „Aufsuchende Jugendarbeit“ ist das Stichwort: „Unsere Mitarbeiter wissen um die Problemlagen von Kindern und Jugendlichen.“ Deshalb werde man nicht nur „sitzen und warten“, sondern dahin gehen, wo auch die jungen Menschen sind. DafĂŒr möchte das Team auch mit anderen Akteuren zusammenarbeiten: Schulen, Vereinen, Familien und natĂŒrlich mit dem Jugendamt des HSK. Dies sei der richtige Ansatz, betont Christian Schulte-Backhaus: „Es ist gut, wenn alle Akteure ein- bis zweimal pro Jahr gemeinsam am Tisch sitzen.“

BĂŒrgermeister Ralf PĂ©us, der gemeinsam mit Üwen ErgĂŒn, Vorsitzender des BĂŒrgerausschusses, am Ortstermin teilnahm, sieht den Jugendtreff „Mittendrin“ als wichtige Einrichtung fĂŒr junge Menschen in der Gemeinde Bestwig: „Ich bin froh, dass es nun weitergeht.“ Der TrĂ€gerwechsel sei schnell vollzogen worden – dem „Kompass“-Team sagte BĂŒrgermeister PĂ©us zu, stets „auf dem kurzen Dienstweg“ ansprechbar zu sein: „Wo wir Hilfestellungen leisten können, werden wir das tun.“

Erik Weise nannte es als Ziel, sobald die „Corona-Rahmenbedingungen“ dies zulassen, an zwei Tagen pro Woche zu öffnen – voraussichtlich dienstags und freitags von 14 bis 20 Uhr. Das konkrete Programm befindet sich aktuell in Arbeit – Angebote fĂŒr Jungen und MĂ€dchen sind ebenso angedacht wie Kreativ- und Bewegungsangebote. Bei einer so genannten „Kleinen offenen TĂŒr“ ist Erik Weise das „offen“ besonders wichtig: „Gerade fĂŒr Jugendliche, die vielleicht nicht so integriert sind, wollen wir Ansprechpartner sein.“ Willkommen sind natĂŒrlich aber auch Kinder und Jugendliche, die keine Probleme haben: „Einfach spielen und eine gute Zeit haben geht selbstverstĂ€ndlich auch – dafĂŒr sind wir da.“