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Bürgerausschuss: Engagement für heimische Sportstätten im Fokus

Published: 25. Mai 2021

Der Bestwiger Valmesportplatz könnte - wenn die finanziellen Voraussetzungen vorliegen - künftig einen Kunstrasenbelag erhalten. Der kaum noch genutzteTennenplatz in Ramsbeck soll dagegen wegfallen - und Platz machen für ein neues Sport- oder Freizeitangebot. Dies sind die zentralen Änderungen, welche die Mitglieder des Bestwiger Bürgerausschusses für die Fortschreibung des Sportstättenkonzepts vorschlagen.

Hintergrund: Erstmals 2014 hatte der Gemeinderat ein Sportstättenkonzept beschlossen, das 2015 um die Turn- und Schwimmhallen erweitert wurde. Schon damals wurde angeregt, das Konzept fortzuschreiben - schließlich, so Bürgermeister Ralf Péus, gehe es nicht um eine Schließung von Sportstätten, sondern um eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung.

Dringend sanierungsbedürftig ist der Tennenbelag des Bestwiger Valmesportplatzes. In den Fraktionen herrschte Einigkeit, ihn gegen einen Kunstrasen auszutauschen - wenn denn die Finanzierung geklärt ist. Der Sportplatz werde nachhaltig und dringend benötigt, argumentierte Markus Sommer (CDU) - nicht nur für den Fußball, sondern auch für Leichtathletik und den Laufsport. Auch Paul Theo Sommer, Fraktionschef der SPD, sieht ein „langfristiges Engagement der Gemeinde“ für die Sportanlage als notwendig an. Ein Kunstrasen müsse aber finanzierbar bleiben - zum Beispiel durch Fördermittel: „Hier müssen wir Schritt für Schritt vorgehen.“ Bürgermeister Ralf Péus unterstrich, dass es im Sportstättenkonzept erst einmal um eine grundsätzliche Absichtserklärung gehe: „Alles andere ist Gegenstand der Haushaltsberatungen.“

Kaum noch genutzt wird dagegen der Tennenplatz im Ramsbeck. Seit den Spielgemeinschaften mit dem TuS Ostwig-Nuttlar im Junioren- und Seniorenbereich sei der TuS Valmetal fußballerisch weitgehend nach Ostwig „umgezogen“. Der dortige Kunstrasenplatz, so die einhellige Aussage der Fraktionen, sei stark ausgelastet und werde dauerhaft benötigt. Mittelfristig, so Ralf Péus, werden sicherlich bauliche Maßnahmen notwendig - bis hin zu einem Austausch des Kunstrasenbelags. Auch hier erklärten die Ausschussmitglieder die grundsätzliche Bereitschaft der Gemeinde Bestwig, sich finanziell einzubringen - wenn denn entsprechende Mittel im Haushalt bereitgestellt werden.

Was das Gelände des Tennenplatzes in Ramsbeck angeht, will man in einen Dialog mit den Einwohnerinnen und Einwohnern treten. Teile der Fläche könnten für eine Wohnbebauung verkauft werden - aus dem Erlös könnte man dann ein Kunstrasen-Kleinspielfeld finanzieren, so der Vorschlag von Markus Sommer. Einen Spiel- oder Bolzplatz konnte sich auch Paul Theo Sommer vorstellen: „Der Platz liegt mitten im Ort - hier sollte etwas Neues entstehen.“ Auch Judith Clancy (Bündnis 90/Die Grünen) wandte sich gegen einen ersatzlosen Wegfall: „Das wäre nicht zufriedenstellend.“ Ortsvorsteher Paul Schüttler schlug vor, für eine Ideenfindung „die Bürger mit ins Boot zu nehmen“ - entweder in Form einer Bürgerversammlung oder im Gespräch mit dem TuS Valmetal.

Nicht mehr investieren möchte die Gemeinde in den Naturrasenplatz in Andreasberg. Der Sportverein Schwarz-Weiß Andreasberg befinde sich mittlerweile in einer Spielgemeinschaft mit der SuS Elpe. Der Platz könne auch weiter genutzt werden - sollte einmal Sanierungsbedarf entstehen, will sich die Gemeinde Bestwig aber nicht mehr einbringen. Dies gilt auch für den schon länger nicht mehr genutzten Naturrasenplatz in Nuttlar.

Für die SPD-Fraktion schlug Vorsitzender Paul Theo Sommer vor, das Sportstättenkonzept auch qualitativ weiterzuentwickeln - von einer Zustandsbeschreibung hin zu einer Zukunftsperspektive: „Dafür müssen Politik, Verwaltung und Vereine an einen Tisch.“ In die Zukunft schaut auch die CDU: Markus Sommer regte an, in den Haushalten jährliche Rückstellungen für ein Engagement in die Sportstätten zu bilden: „So sparen wir Mittel an und müssen einen einzelnen Haushalt nicht überstrapazieren.“ Endgültig entschieden werden soll über das Sportstättenkonzept nun in der Sitzung des Gemeinderates am 30. Juni.

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