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Schule in Pandemie-Zeiten: „Das Jahr hat keinem Kind wirklich gutgetan“

Published: 21. Mai 2021

Die Corona-Pandemie ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung - ganz besonders aber für die Schulen. Was die vergangenen Monate für Schülerinnen und Schüler, aber auch für Eltern und Lehrerkollegien bedeuteten, war jetzt Thema in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses: Die Leiterinnen und Leiter der gemeindlichen Schulen informierten über ihre Erfahrungen in Pandemie-Zeiten.

Für Anne Rath, Leiterin der Wilhelmine-Lübke-Grundschule, war es besonders „das ständige Hin und Her zwischen Distanz- und Wechselunterricht, das uns vor Herausforderungen stellt.“ Weder in die Form des Unterrichts noch in das Lernen der Kinder konnte so Kontinuität einziehen. Gerade im Distanzunterricht galt es, sich auf die Kernfächer zu konzentrieren: Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Englisch. Auch für die Elterm sei es eine Riesen-Aufgabe gewesen, die Situation zu bewältigen: „Eltern und Großeltern haben eine großartige Arbeit geleistet.“

Ein besonderes Dankeschön sagte sie dem Team der Notbetreuung: In Ramsbeck hätten durchgehend rund 20 Kinder dieses Angebot genutzt. Es sei unbedingt positiv, dass die Notbetreuung seit einiger Zeit allen Kindern offenstehe - so ergebe sich die Chance, Kinder bei Bedarf „aufzufangen“ und individuell zu fördern. Tatsache bleibe aber: „Das vergangene Jahr hat keinem Kind wirklich gutgetan.“

Die nötigen Hygienemaßnahmen wie Abstandhalten, Händewaschen und das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen seien dagegen schnell angenommen worden, erläuterte Eva-Maria Schlotmann-Griffin, Leiterin der Grundschule am Sengenberg in Nuttlar: „Die Kinder nehmen es gelassen.“ Die „Lollitests“, die seit kurzem die Schnelltests ersetzen, seien „deutlich altersgerechter“ - und weniger zeitaufwändig.

Das erforderliche Mehr an Kommunikation unterstrich Matthias Risse, Leiter der Velmeder Andreas-Schule - zum einen zwischen Lehrenden und Kindern, zum anderen aber auch mit den Eltern. Die Lernplattform „I-Serv“, welche die Gemeinde Bestwig den gemeindlichen Schulen zur Verfügung gestellt hat, habe dabei hervorragende Dienste geleistet. Neben einem internen E-Mail-System und einer Dateiablage gebe es einen lernbegleitenden Messenger sowie Funktionen für Aufgaben, Videokonferenzen und Neuigkeiten - „ein ideales Werkzeugtool“, so Matthias Risse. Aus einem Aufgabenmanager sei so etwas entstanden, „was sehr nah am Unterricht dran ist“, erläuterte der Pädagoge. Gemeinsam mit den Tablets, die für Schüler mit Unterstützungsbedarf angeschafft worden sind, habe man so gute Voraussetzungen für „Lernen auf Distanz“ schaffen können. Dafür dankte Matthias Risse der Gemeinde Bestwig ausdrücklich: „Es ist nicht selbstverständlich, was Bestwig für die Schulen getan hat - da sind Maßstäbe gesetzt worden.“

Vor besonderen Herausforderungen stand die Sekundarschule Olsberg-Bestwig, so Schulleiter Michael Aufmkolk - enge Obergrenzen bei der Notbetreuung sowie kaum umsetzbare Vorgaben für Wechselunterricht im Kurssystem „haben mit Normal-Unterricht nichts zu tun.“ Besonders in den mittleren Jahrgangsstufen 7 und 8 sei ein Leistungsabfall spürbar. Das Aufarbeiten dieser Situation sei „eine Riesen-Aufgabe, die da auf uns zukommt.“ Gleichzeitig bekenne sich die Sekundarschule zum auslaufenden Teilstandort in Bestwig - Michael Aufmkolk: „Die Kolleginnen und Kollegen gehen hier mit Herzblut in den Unterricht.“ Trotz der Situation mit immer weniger Klassen: „Wir wollen hier den Jugendlichen einen bestmöglichen Abschluss ermöglichen.“

Die Pandemie sei „eine ganz schwierige Situation für alle Beteiligten“, resümierte Ulrike Mikitta, Vorsitzende des Schulausschusses. Bei allen Herausforderungen seien aber auch Entwicklungsschritte zu erkennen: „Neue Lernmöglichkeiten sowie die Digitalisierung haben in den vergangenen 12 Monaten ganz große Fortschritte gemacht.“

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