75.000 Euro NRW-Förderung für Heringhauser Schützenhalle

Einen Förderbescheid in Höhe von rund 75.000 Euro erhielten die Heringhauser St.-Jakobus-Schützen jetzt von Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung. Das Geld aus dem Förderprogramm Dorferneuerung 2021 des Landes NRW soll nun für weitreichende Umbaumaßnahmen in der Schützenhalle genutzt werden.

Durch die Förderung werden unter anderem die noch aus dem Jahr 1963 stammenden Toilettenräume für Herren modernisiert (Baujahr 1963), die künftig barrierefrei gestaltet werden. Weiterhin erhält die Schützenhalle eine neue Abtrennmöglichkeit, um eine multifunktionale Nutzung möglich zu machen, sowie eine Maschine, die die Reinigung des Hallenbodens erleichtert.

Auch auf dem Gelände um und an der Schützenhalle können durch die Förderung des Landes NRW Maßnahmen umgesetzt werden. So wird am Ufer der Valme zur Schützenhalle hin eine neue Zaunanlage gebaut, die vor allem die Sicherheit bei Nutzung durch Ferienlager oder andere Veranstaltungen für und mit Kindern erhöht.

Des Weiteren werden die Räumlichkeiten der Außentoilette, die u. a. für die Vermietung der anliegenden Schutzhütte der Freiwilligen Feuerwehr am Rast- und Bergbauspielplatz genutzt werden, erneuert.

Zudem wird die Nordseite der Außenwand kernsaniert, da einige Fachwerkbalken durch Feuchtigkeit morsch geworden sind. Auch die Vorderfront der Schützenhalle wird sandgestrahlt und mit einem neuen Anstrich versehen. Die Heizungsanlage von 1975 wird ebenfalls im Rahmen des Förderprogramms energetisch saniert.

Die Schützenbruderschaft investiert, neben dem Eigenanteil, eine Vielzahl an Arbeitsstunden in die Abriss- und Aufbaumaßnahmen. Die Förderung erfolgt aus dem Dorferneuerungsprogramm 2021 des Landes NRW mit einer Förderquote von 65 Prozent.

Die Umbaumaßnahmen starten passend zum 100-jährigen Jubiläum der Heringhauser Schützenhalle, die im Jahr 1921 erbaut wurde. Aus diesem Anlass soll es - unter Maßgabe der dann geltenden Regeln zum Infektionsschutz - am 2. und 3. Oktober eine zweitägige Veranstaltung an der Schützenhalle geben - unter anderem mit einem Open-Air-Konzert einer Live-Band am Samstagabend und einem Bildervortrag über die Geschichte der Schützenhalle, sowie einem Auftritt der Musikvereine aus Züschen und Kirchrarbach am Sonntagvormittag, geben.

Zur Überreichung des Bewilligungsbescheides waren der Heringhauser Ortsvorsteher Ulrich Bathen, Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus, Landrat Dr. Karl Schneider, der Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff und der Schützenvorstand anwesend.

 

 

 

Öffentlichkeitsbeteiligung soll zeitnah wieder aufgenommen werden

Brilon. (straßen.nrw) Die Öffentlichkeitsbeteiligung zur Trassenfindung der B7n zwischen Nuttlar und Brilon soll zeitnah fortgesetzt werden. Hinter den Kulissen ist seit dem letzten Dialogforum am 14. August 2020 viel passiert: Zusätzlich zu den bestehenden acht Varianten wurden aufgrund der Anregungen der Bürgerinnen und Bürger gleich vier neue Varianten geprüft. Mehrere Untersuchungen rund um Umweltverträglichkeit und Verkehrsbelastung werden derzeit durchgeführt. Und: Ein neu beantragtes Vogelschutzgebiet liegt im Planungskorridor und muss miteinbezogen werden.

„Straßen.NRW wird alle Bürgerinnen und Bürger über eine offene digitale Veranstaltung informieren und auf den aktuellen Stand bringen. Zusätzlich soll es Infoaktionen vor Ort geben, sobald dies möglich ist“, sagt Lars Voigtländer, Leiter der Abteilung Planung und Grunderwerb der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift. Der Projektverantwortliche betont: „Nur die bestmögliche Linie wird auch vor Gericht Bestand haben!“

Erste Veranstaltungen zum neuesten Stand

Zeitnah sollen der Politische Begleitkreis und das Dialogforum mit den 30 Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürgern zu allen Ergebnissen der laufenden Planungen, Prüfungen und Bewertungen informiert werden und dies, wenn möglich, nicht digital. Erst danach wird es mit den detaillierten Veranstaltungen zu einzelnen Themenbereichen weitergehen. Im Sommer 2020 hatte ein erster Politischer Begleitkreise und im August auch ein erstes Dialogforum „Natur und Artenschutz“ mit den Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürgern stattgefunden. Während der Pandemie bedingten Veranstaltungspause galt es für die Planerinnen und Planer, Vorschläge aus diesen Gremien zu prüfen. Weitere Anregungen kamen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich telefonisch oder per Mail an Straßen.NRW gewandt hatten. Hieraus entstanden unter anderem die neuen Varianten 8 bis 12.

Neue Varianten

„Es ist wichtig, dass wir alle denkbaren Varianten frühzeitig bearbeiten. Im Genehmigungsverfahren wird geprüft werden, ob wir alle Möglichkeiten beachtet und alle Betroffenheiten berücksichtigt haben. Es wird insoweit deutlich, wie wichtig dieser Beteiligungsprozess für die Realisierung der B 7n ist“, betont Lars Voigtländer. Es handelt sich um vier Varianten im Planungskorridor zwischen Altenbüren und der Briloner Möhnestraße, nördlich der bisher untersuchten Varianten. Darunter ist auch eine Tunnelvariante, die V12. „Sie verläuft im Grundriss entlang der Aatalvariante, erhält einen Anschluss an die K 57 nördlich Altenbüren und schließt im Osten an die B 480 an“, ergänzt der Projektverantwortliche.  Alle Varianten wurden im Rahmen des Planungs- und Abwägungsprozesses bearbeitet und berücksichtigt, das heißt, sie mussten komplett im Grundriss und Aufriss geplant werden. Auch die verkehrlichen Auswirkungen wurden ermittelt und bewertet. Gleiches gilt für die Kosten sowie für Betroffenheiten von Menschen, Pflanzen und Tierarten. Ein Arbeitskreistermin mit Umweltbehörden und -verbänden sowie mit den Kommunen dazu steht noch aus.

Artenschutz und Verkehr

Gleichzeitig wurden neue Erkenntnisse in die Umweltverträglichkeitsstudie eingearbeitet. Die Kartierungen Fledermäuse und Vögel wurden 2020 durchgeführt. Die Ergebnisse der Kartierung von 2015 wurden im Wesentlichen bestätigt. Und: Auch eine FFH-Verträglichkeitsprüfung für die besonderen Kalkkuppen im Boden des Briloner Nordens muss mit einbezogen werden.

Zurzeit finden außerdem vertiefende Abstimmungen mit der Stadtverwaltung Brilon bezüglich der Verkehrsuntersuchung und den verkehrlichen Auswirkungen der einzelnen Trassenvarianten auf die Belange der Kernstatt Brilon statt. Noch in diesem Sommer werden Verkehrszählungen im Bereich der Stadt Brilon durchgeführt werden, um hier Auswirkungen verschiedener Trassenführungen besser einschätzen zu können. Das Verkehrsgutachten soll dann beim dritten Dialogforum „Mensch und Nutzer“ vorgestellt werden.

Neues Vogelschutzgebiet

Für Straßen.NRW muss das Vogelschutzgebiet faktisch als solches behandelt werden, auch wenn es im Ausweisungsverfahren und noch nicht genehmigt ist. „Alle Trassen werden im Zuge einer FFH-Verträglichkeitsprüfung bewertet. Grundlage sind die dem Landesbetrieb vorliegenden Unterlagen zum Vogelschutzgebiet. Im Anschluss wird die Umweltverträglichkeitsstudie entsprechend aktualisiert“, schließt Lars Voigtländer.

 

Infokasten

Die Öffentlichkeitsbeteiligung zur B7n wird von der Agentur DIALOG BASIS unter Leitung von Dr. Antje Grobe organisiert und begleitet. Eckpfeiler sind die Politischen Begleitkreise, die Dialogforen mit 30 Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürgern aus den betroffenen Orten, digitale Infoveranstaltungen für Presse und breite Öffentlichkeit sowie Infoaktionen vor Ort.  

Erste politische Begleitkreise und ein Dialogforum zum Thema „Natur und Artenschutz“ fanden bereits im Sommer 2020 statt. Sobald alle Beteiligten auf den neuen Stand gebracht sind, wird es wie von Anfang an geplant mit den Themen „Landwirtschaft“ sowie „Mensch und Nutzer“ weitergehen.

Ist diese vorgeschaltete informelle Öffentlichkeitsbeteiligung abgeschlossen, kann nach Fertigstellung der Variantenuntersuchung und der Gesamtabwägung aller Belange und Betroffenheiten schließlich das formale Linienbestimmungserfahren beginnen. Es folgt dann die öffentliche Auslage der Unterlagen in den Kommunen vor Ort und der Möglichkeit der Bürgerinnen und Bürger Zustimmungen und Einwendungen im Rahmen des formalen Linienbestimmungsverfahrens einzureichen.

 

Pressekontakt:

Lars Voigtländer (Projektverantwortlicher)

Mobil: 0162 - 23 98 502

E-Mail: lars.voigtlaender@strassen.nrw.de

 

Stefan Zins (Agentur DIALOG BASIS)

Telefon: 07157 721 331 – 63

E-Mail: stefan.zins@dialogbasis.de

 

 

 

Hell, freundlich, multifunktional: Neuer Mehrzweckraum in Ramsbeck nimmt Form an

Ein Raum für Sport, Musik, Begegnung - und vor allem jede Menge Erlebnis: Der neue Mehrzweckraum für Ramsbeck nimmt Schritt für Schritt Form an. Wo früher das Lehrschwimmbecken war, ist jetzt ein Betonboden aufgebaut; große Durchbrüche sorgen nicht nur für Licht, sondern ebenso für Zugang zu einer drei Meter breiten Terrasse, die sich künftig an das Gebäude anschließen wird.

„Multifunktional“ ist das Zauberwort für die Zukunft des Bauwerks, das an die Wilhelmine-Lübke-Schule angrenzt. Der neue Raum kann dann zum Beispiel für Kulturprojekte, Versammlungen, Gymnastik, Musikproben und schulische Veranstaltungen genutzt werden. Die Bestwiger Gemeindeverwaltung, Ortsvorsteher Paul Schüttler, die Leitung der Wilhelmine-Lübke-Grundschule und Vorstandsvertreter von TuS Valmetal und Valmetaler Musikanten haben bereits ein entsprechendes Nutzungskonzept abgestimmt.

Vom früheren Lehrschwimmbecken ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. Der Beckenbereich ist verfüllt, die neue Deckenplatte ruht zur konstruktiven Stützung auf Betonpfeilern. Der neue Mehrzweckraum erhält einen Doppelschwingboden mit PVC-Belag - „wie in einer Turnhalle“, erläutert Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig. Die Seitenwände werden mit einem Prallschutz aus Nadelfilz versehen. Der Raum ist dann in hellen Brauntönen gehalten; für viel Helligkeit sorgen große Fensterelemente mit Außenraffstores zum benachbarten Schulhof hin: „An einem schönen Sommertag lässt sich das alles öffnen.“ Auch auf der Nordseite des Gebäudes gibt es einen Durchbruch für ein Fenster - Hubertus Kreis: „So wird effektives Querlüften ermöglicht.“ Als Nebenräume wird es zum einen ein Stuhllager geben sowie einen Lagerraum für Musikinstrumente der Valmetaler Musikanten. „Der Lagerraum wird auch direkt von der Straße aus erreichbar sein“, so Hubertus Kreis.

Beheizt wird der Raum über eine Fußbodenheizung. Sie wird vor allem mit der „Kraft der Sonne“ über eine bestehende Solarthermie-Anlage auf dem Dach des Gebäudes gespeist. Zusätzlich werden im Mehrzweckraum Deckenstrahler angebracht, die im Infrarotbereich Wärmeenergie auf den Fußboden abstrahlt. „Das ist die behaglichste Wärme und eine sehr effiziente Form des Heizens“, so Hubertus Kreis. Um einen barrierefreien Zugang zu schaffen, entsteht vom Schulhof aus eine Rampe. Das Gebäude selbst wird mit Lärchenholz verkleidet, das mit der Zei einen hellen Grauton annehmen wird. Bis zum Ende der Sommerferien 2022, so die Erwartung von Dipl.-Ing. Kreis, sollen die Arbeiten am Mehrzweckraum beendet sein.

Schon bis zum Jahresende sind die Nebenräume fertig. Sanitär-, Elektotechnik- und Fliesarbeiten sind bereits beendet - nun folgen Einbauten, Beleuchtung und Lüftung. Im Vergleich zu früheren Zeiten hat sich der Raumzuschnitt komplett verändert. Das Grundprinzip dabei lautet: Aus zwei mach eins. „Umkleiden und Sanitärräume waren früher von ihrer Aufteilung für die Schwimm- und für die Turnhalle zugeschnitten, nicht aber für einen Mehrzweckraum“, erläutert Hubertus Kreis: „Wir haben den Raumzuschnitt auf die neue Nutzung ausgerichtet.“

Rund 475.000 Euro stellt die Gemeinde Bestwig für das Gesamt-Projekt aus Eigenmitteln bereit. Für den eigentlichen Umbau des früheren Lehrschwimmbeckens zum Multifunktionsraum steuert das Land NRW Fördermittel in Höhe von 250.000 Euro bei. Gut angelegtes Geld, unterstreicht Bürgermeister Ralf Péus. Gerade die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten erweitern das Spektrum für Veranstaltungen und Angebote mitten im Ort deutlich: „Für das Dorfleben kann das einen echten Schub mit sich bringen.”

 

 

Bergbau und Natur: Neuer Radweg bietet echtes „Bestwig-Erlebnis“

Durch eine geschwungene Landschaft mit viel Grün geht es vorbei an - im wahrsten Sinn des Wortes - „steinalten“ Schiefermauern und der früheren Grube Ostwig, als Relikt der Bergbau-Vergangenheit besser bekannt als „Schieferbau Nuttlar“. „Bergbau - Natur - Erlebnis“ - dieser Slogan steht für die Gemeinde Bestwig: Auf dem neuen Radweg zwischen Bigge sowie Nuttlar und Ostwig kann man jede Menge davon spüren.

Seit kurzem sind die baulichen Arbeiten an der neuen, gut 1,4 Kilometer langen Wegeverbindung abgeschlossen - „komplett im Zeitplan“, wie sich Dipl.-Ing. Armin Specka vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig freut. Nach Markierungsarbeiten und Beschilderung soll der Radweg in wenigen Wochen freigegeben werden. Schon jetzt gebe es zahlreiche Rückmeldungen von Fußgängern und Radfahrern, die den Weg schon einmal „unter die Lupe“ genommen haben, weiß Bürgermeister Ralf Péus: „Wir bekommen sehr positive Reaktionen.“ Ziel ist es, nach der Freigabe auch den RuhrtalRadweg auf diese neue Trasse zu verlegen. Allerdings: Eine endgültige Entscheidung darüber kann nicht die Gemeinde Bestwig treffen, sondern der Betreiber des RuhrtalRadwegs - der Arbeitskreis RuhrtalRadweg in Oberhausen.

Hintergrund: Bislang führt der RuhrtalRadweg in Nuttlar direkt an der ehemaligen B7 entlang - „ein Teilstück, das von Nutzerinnen und Nutzern als wenig attraktiv wahrgenommen wird“, so Ralf Péus. Ganz anders die neue Verbindung, die vom Bigger Weg nach rechts am Besucherbergwerk Schieferbau Nuttlar und den Halden Ostwig vorbei nach Ostwig verläuft. Bürgermeister Péus: „Hier ist viel von dem zu sehen, was unsere Gemeinde Bestwig ausmacht.“ Gleichzeitig unterstreicht er, dass sich der neue Radweg eben nicht nur an Touristen richtet: „Auch heimische Radfahrer profitieren von dieser neuen Verbindung zwischen der Gemeinde Bestwig und Olsberg.“

Der Radweg ist asphaltiert und hat eine Breite von drei Metern, an die sich jeweils eine Bankette von 50 Zentimetern anschließt. In Bereichen mit Böschungen sichert ein Geländer die Nutzerinnen und Nutzer des Weges ab. Armin Specka würdigt besonders die gute Zusammenarbeit mit der Firma Feldhaus, welche die baulichen Arbeiten ausgeführt hat: „Das hat hervorragend geklappt.“ Zu einer zusätzlichen Herausforderung wurde während der Bauausführung ein 10-kV-Erdkabel, welches das Team in der vorgesehenen Trasse „überraschte“. Das Kabel musste schließlich neu verlegt werden - Armin Specka: „Auch das wurde gut gemeistert.“ Besondere Aufmerksamkeit galt ebenso den historischen Natursteinmauern, die sich direkt am Wegesrand befinden: „Die Arbeiten mussten so abgestimmt werden, dass die Standfestigkeit der Mauern nicht beeinträchtigt worden ist.“

Bis zu 745.000 Euro hatte die Gemeinde Bestwig für das baulich aufwändige Projekt eingeplant. Schon vor der endgültigen Abrechnung ist klar, dass dieser Ansatz wohl deutlich unterschritten werden kann. Rund 70 Prozent der Kosten können zudem aus Fördermitteln getragen werden. Gut angelegtes Geld, unterstreicht Bürgermeister Ralf Péus. Zum einen seien Investitionen in den Tourismus immer auch Wirtschaftsförderung, „und zum anderen schaffen wir einen Radweg, der dazu animiert, künftig bei Fahrten in den Raum Olsberg das Auto auch mal stehenzulassen.“

Großer Bahnhof auf zwei Gleisen für Abschlussjahrgang: Sekundarschule Olsberg-Bestwig verabschiedet Zehner

Die Sekundarschule Olsberg-Bestwig verabschiedete ihren Entlassjahrgang 10 sowohl am Hauptstandort Olsberg wie am Teilstandort Bestwig in einer gelungenen Feierstunde. Beide Feiern waren jedoch geprägt von den Hygienevorschriften der Coronapandemie.

So konnten aufgrund der Größe der Aula in Bestwig die Klasse 10d und 10e verabschiedet werden, ohne dass die drei „Gs“ vorlagen, da genügend Platz war, um die Familien mit dem gebotenen Abstand zu setzen. Dies war in der Aula am Hauptstandort nicht möglich, da hier zeitgleich die Klassen 10a, 10b und 10c verabschiedet wurden. Aber durch eine gute Organisation im Vorfeld konnten auch hier die Eltern mit ihren Kindern gemeinsam verabschiedet werden, da entweder der Selbsttest, der Impfpass oder der Genesenen-Nachweis vorlag.

Den Anfang machte in Bestwig wie in Olsberg die Geistlichkeit. Pastor Krieger stellte heraus, dass es im Leben nicht nur darum ginge, immer „top“ zu sein, sondern dass man immer „top vor Gott“ sei, gleich welche Leistungen und Qualifikationen man mitbringe. Pastor Laubholt sprach den Segen für die Olsberger Schülerinnen und Schüler.

Ebenso überbrachten die politischen Vertreter beider Gemeinden die Glückwünsche. Schulleiter Michael Aufmkolk konnte in Bestwig den ersten stellvertretenden Bürgermeister Markus Sommer begrüßen, in Olsberg übermittelte Bürgermeister Wolfgang Fischer die Grüße von Stadt und Rat. Alle Redner gingen in ihren Worten auf das Motto „Auch aus den Steinen, die einem im Weg liegen, kann man eine neue Straße bauen“ ein, denn Stolpersteine hatte die Pandemie dem Abschlussjahrgang genügend in den Weg gelegt. Aber mit den gewonnenen Erfahrungen des digitalen Unterrichts und des selbstorganisierten Lernens könne man hoffentlich auch erfolgreich neue Wege gehen, waren sich alle einig.
Schulleiter Aufmkolk forderte die Zuhörer auf, die wieder gewonnenen Freiheiten zu nutzen und zu schützen, damit alle ihre Zukunft in Freiheit, aber auch mit der notwendigen Verantwortung gestalten können.

Abschließend nahmen sodann die 47 Schülerinnen und Schüler in Bestwig und die 78 Schülerinnen und Schüler in Olsberg ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Eigentlich hätte man mit einem insgesamt schlechteren Ergebnis aufgrund der Pandemie rechnen könnten. Dennoch erreichten zum Beispiel knapp 50 Prozent aller Bestwiger Schülerinnen und Schüler den mittleren Schulen Abschluss oder sogar die Fachoberschulreife mit der Berechtigung des Besuchs der gymnasialen Oberstufe, während etwas mehr als die Hälfte den Hauptschulabschluss erlangte. Im vergangenen Jahr war es umgekehrt. In Olsberg erreichten sogar 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler die höheren Abschlüsse, im vergangenen Jahr waren es mit 71 Prozent geringfügig mehr. Ein Ergebnis, dass sich unter den Vorzeichen der Pandemie immer noch sehen lassen könne, so Schulleiter Michael Aufmkolk. Er bezog insbesondere die Eltern in seine Dankesworte ein, da sie das Distanzlernen häufig mitgetragen und organisiert hatten.

Klasse 10 e

Bild: Abschlussklasse 2021 10e

 

Klasse 10 d

Sekundarschule Olsberg-Bestwig verabschiedete ihren Entlassjahrgang 10d

Gemeinde Bestwig will Feuerwehrhaus in Nuttlar erweitern und modernisieren

Auf „ihre“ Freiwillige Feuerwehr können sich die Menschen in der Gemeinde Bestwig verlassen. Einsatzspektrum, Ausrüstung und auch Fahrzeuge der Brandschützer haben sich in der Vergangenheit geändert und erweitert. Kaum verändert haben sich dagegen die Feuerwehrhäuser. Das soll an verschiedenen Orten im Gemeindegebiet nun anders werden.

Denn die Gemeinde Bestwig will mehrere Feuerwehrhäuser so umbauen, dass sie den modernen Anforderungen an Feuerwehrarbeit entsprechen. Ein Beispiel: Die Abmessungen der Feuerwehrfahrzeuge haben sich stetig erweitert - „oftmals so, dass neue Fahrzeuge nicht mehr in bestehende Fahrzeughallen hineinpassen“, erläutert Bürgermeister Ralf Péus. Und auch sonst bieten manche Feuerwehrhäuser keine optimalen Voraussetzungen für die Kameraden und Kameradinnen der örtlichen Einheiten. Dabei sei nur ein Aspekt, dass Feuerwehrleute, die sich für Leben und Sicherheit ihrer Mitmenschen einsetzen, in der Gemeinde Bestwig gute Bedingungen für ihre Arbeit haben sollten: „Es geht hier auch um Sicherheitsaspekte und rechtliche Vorgaben.“

Vorgesehen ist, dass die Feuerwehrhäuser umgebaut werden sollen, bevor die jeweiligen Einheiten mit neuen Fahrzeugen ausgestattet werden. In einem ersten Schritt soll das Gebäude in Nuttlar erweitert werden, danach folgen die Feuerwehrhäuser in Ramsbeck, Ostwig und Bestwig. Der Vorentwurf für den Ausbau des Feuerwehrhauses Nuttlar war jetzt erstmalig Thema in den Sitzungen von Gemeindeentwicklungsausschuss und Gemeinderat. Konkret ist vorgesehen, die Gesamtfläche des Feuerwehrhauses um rund 265 Quadratmeter zu erweitern. In der Fahrzeughalle selbst sollen nicht nur die Halle, sondern auch die Tore erweitert werden. Weitere Überlegungen bei der Planung: Alarmwege müssen leicht und sicher begangen oder befahren werden können, die Aufstell- und Bewegungsfläche vor der Fahrzeughalle soll mindestens der hinter dem Tor liegenden Stellplatzfläche entsprechen und es soll eine hygienische Trennung zwischen gebrauchter und ungebrauchter persönlicher Schutzausrüstung geben - eine so genannte “Schwarz-Weiß-Trennung”.

Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Planungen in der Sommerpause weiter voranzutreiben und auch einen Förderantrag im Rahmen des Programms „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2022“ beim Land NRW zu stellen. Maximal 250.000 Euro Fördermittel könnten dann für das Projekt fließen. Rund 1,2 Millionen Euro insgesamt sollen im Haushalt für das Jahr 2022 für das Feuerwehrhaus Nuttlar bereitgestellt werden.

Nicht nur beim Projekt in Nuttlar, sondern auch in den anderen Orten werde der Umbau der Feuerwehrhäuser für die Gemeinde Bestwig zu einem finanziellen Kraftakt, so Bürgermeister Ralf Péus. Ein enger Schulterschluss zum einen mit der Freiwilligen Feuerwehr, zum anderen aber auch mit den Ratsvertreterinnen und -vertretern sei dabei nötig. Gleichzeitig sei - auch räumlich - eine angemessene Ausstattung für die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr nicht nur angesichts der rechtlichen Vorgaben eine wichtige Sache: “Wer sich in seiner Freizeit ehrenamtlich für seine Mitmenschen in einer Weise engagiert, wie das in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Bestwig geschieht, sollte bestmöglich unterstützt werden.”

 

 

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